Wie regeln Sie sinnvoll die Erbfolge?

Das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) ermöglicht die Regelung der Erbfolge auf zwei Weisen, und zwar

  • indem man nichts tut, es tritt dann die gesetzliche Erbfolge ein, so wie es unsere Vorfahren schon gehandhabt haben. Das Vermögen wird dann in der Blutlinie weitergegeben.

 

Oder

 

  • durch ein Testament, so wie es die alten Römer getan haben. Durch die Errichtung eines Testamentes kann die gesetzliche Erbfolge abgeändert werden.

 

Häufig wird hierbei das „Berliner Testament“ gewählt, d.h. die Eltern setzen sich gegenseitig zu Alleinerben und die Abkömmlinge dann zu Erben nach dem Letztlebenden ein. Dies ist in der Regel auch eine vernünftige Handhabung, wenn das Vermögen überschaubar ist und vorwiegend dazu dient, dem Überlebenden den Lebensabend zu finanzieren.

Aus erbschaftssteuerlicher Sicht kann jedoch ein solches Testament nicht sinnvoll sein, nämlich dann, wenn das vorhandene Vermögen,  welches bei dem überlebenden Ehegatten verbleibt, größer ist als die Steuerfreibeträge, die beim Ableben des überlebenden Ehegatten einzusetzen wären; bei zwei Kindern mithin das Vermögen wesentlich mehr als 800.000,– € beträgt. Hier ist es durchaus sinnvoll, gestalterisch einzugreifen, um diese Steuerfreibeträge nicht zu verschenken.

Eine erbrechtliche und auch eine erbschaftssteuerliche Gestaltung gebietet sich immer dann, wenn Immobilienvermögen vorhanden ist, wie etwa ein Mehrfamilienhaus, weil hier leicht die Steuergrenzen überschritten werden.

Die Gestaltung in einem Vertrag zur Erbfolge lässt hier Möglichkeiten offen, sodass keine Steuern oder nur geminderte Steuern anfallen.

 

Sprechen Sie uns hierauf an.