Unterhaltsvorschuss

Bundeskabinett beschließt Ausweitung des Unterhaltsvorschusses

Am 16. November 2016 hat das Bundekabinett beschlossen, den bisherigen Unterhaltsvorschuss auszuweiten. Ab 2017 wird der Unterhaltsvorschuss bis zur Volljährigkeit des Kindes gezahlt. Die bisherige Höchstbezugsdauer von 72 Monaten wird aufgehoben.

Der Unterhaltsvorschuss ist eine besondere Hilfe für alleinerziehende Elternteile und deren Kinder. Sie hilft den Alleinerziehenden, wenn diese wegen des Ausfallens der Unterhaltszahlungen des anderen Elternteils selbst nicht nur für die Betreuung und die Erziehung des Kindes sorgen, sondern auch für den dann ausfallenden Barunterhalt aufkommen müssen. Unterhaltsvorschuss wurde bislang für die Höchstbezugsdauer von 72 Monaten gezahlt. Geregelt ist dies im Unterhaltsvorschussgesetz (UVG).

Das neue Unterhaltsvorschussgesetz (UVG) ist nunmehr rückwirkend zum 1. Juli 2017 in Kraft getreten. Durch den Bundespräsidenten Steinmeier wurde das entsprechende Gesetzespaket unterschrieben.

Wer rückwirkend zum 1. Juli 2017 Ansprüche geltend machen möchte, muss seinen Antrag bis spätestens zum 30. September 2017 stellen. Bitte Fett Schreiben 30. September 2017. Antragsformulare erhalten Sie in den zuständigen Jugendämtern. Diese werden in der Regel auch Online angeboten. Wenn sie erst ab Oktober 2017 Unterhaltsvorschuss beantragen, können Sie wie bislang eine rückwirkende Bewilligung für höchstens einen Monat erreichen. Hierfür müssen Sie als Unterhaltsberechtigte dann bereits Bemühungen unternommen haben, den unterhaltspflichtigen Elternteil zu Zahlungen zu veranlassen. Anderenfalls werden die Zahlungen erst ab dem laufenden Monat bewilligt.

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